Förderkreis Bad Nauheimer Gespräche e. V.

Veranstaltungen

Sehr geehrte Damen und Herren,
danke für Ihr Interesse an den Bad Nauheimer Gesprächen.

Wir haben für das Jahr 2026 insgesamt vier Veranstaltungen vorgesehen

Dienstag, 05.05.2026: Problematischer Medienkonsum im Kindes- und Jugendalter – und Lösungsansätze

Dienstag, 02.06.2026: Sucht in unserer Gesellschaft – von Cannabis und Lachgas bis zu Internet und Medien

Dienstag, 27.10.2026: Tipps für gesunde Ernährung und zur Vermeidung von Schadstoffen

Dienstag, 17.11.2026: Künstliche Intelligenz im Alltag und in der Medizin – Chancen und Risiken

Weitere Details zu den Veranstaltungen finden Sie im nebenstehenden Jahresprogramm und in den Beschreibungen der einzelnen Veranstaltungen weiter unten.

Wir hoffem, Ihr Interesse geweckt zu haben und freuen uns auf Ihr Kommen.

Gerne können Sie uns eine E-Mail schicken, damit wir Sie in unseren Verteiler aufnehmen und Ihnen Einladungen zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Ursel Heudorf

Ansprechpartnerin
Julia Domic


info(at)bad-nauheimer-gespraeche.de
www.bad-nauheimer-gespraeche.de

Jahresprogramm 2026

Jahresprogramm 2026 als PDF öffnen
Herunterladen (PDF, 105 KB)

Künstliche Intelligenz im Alltag und in der Medizin Chancen und Risiken



Prof. Dr. med. Andreas J.W. Goldschmidt
Prof. Dr. med. Andreas J.W. Goldschmidt
Prof. Gerd Gigerenzer
Prof. Gerd Gigerenzer

Sehr geehrte Damen und Herren,

künstliche Intelligenz (KI) beeinflusst inzwischen viele Bereiche des Lebens der Menschen, ohne dass diese es in ihrer Bedeutung wirklich bemerken. Beispiele sind u.a. Navigationssysteme, (semi-)autonomes Fahren und die sozialen Medien. KI unterstützt einerseits unsere Bequemlichkeit, birgt aber auch das Risiko der (vollständigen) Überwachung und des Verlusts von hart erkämpften Errungenschaften wie persönliche Freiheit und Demokratie. Darauf verweist Prof. Gerd Gigerenzer in seinem Buch „Klick. Wie wir in einer digitalen Welt die Kontrolle behalten und die richtigen Entscheidungen treffen“.

Warnungen vor gesellschaftlichen Entwicklungen und vor „Internetsüchten“ sowie KI gibt es inzwischen viele. Inzwischen sind bereits über ein Prozent der Bevölkerung von Internetsüchten betroffen, ein zunehmendes medizinisches und gesellschaftliches Problem (Das ist Thema der Bad Nauheimer Gespräche am 5.5. 2026 und am 2.6.2026).

Auch in der Medizin findet die KI zunehmend Eingang. Bevorzugte Einsatzbereiche sind Diagnose, Therapie-entscheidung, Prognose und Risikostratifizierung. Der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, betonte 2023, dass der Einsatz von KI in der Medizin eine sorgfältige Abwägung erfordere, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, Sicherheit und Verantwortung. KI dürfe die menschliche, individuelle und persönliche Fürsorge nicht ersetzen. Er forderte klare Leitlinien für einen vertrauenswürdigen Einsatz von KI in der Medizin. Der Beachtung der Folgen durch die KI-Forschung hat sich daher auch die PK Ethik der Deutschen Gesellschaft für medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) verschrieben. S. auch Prof. Goldschmidt et al. (Hrsg): „KI in der Medizin: Folgenabschätzung für Forschung und Praxis“.

„Wir müssen das Internet neu denken. … Privatsphäre und Würde wieder zu ihrem Recht verhelfen. Der digitalen Technologie bewundernd auf Augenhöhe begegnen, statt mit unbegründeter Euphorie oder Argwohn. Um die digitale Welt zu einer Welt zu machen, in der wir leben möchten.“ (Gigerenzer)